Ausverkaufte Hallen und Clubs im In- und Ausland und das seit Jahrzehnten - wie konnte das passieren?
Als Boris Delic 1997 die Band RAMMSTEIN auf einem Festival sieht, ist ihm sofort klar: Er will eine Tribute-Band gründen. Keine Cover-Band. Ein wirkliches Tribut soll es sein. Die erste Besetzung ist schnell gefunden, der Name muss irgendwie an die Vorbilder erinnern und die Jungs spielen schon bald erste Auftritte in Jugendzentren. Die Pyrotechnik ist noch überschaubar und die Kostüme eher rudimentär. Es ist ein Hobby.
Aber bereits im folgenden Jahr wird das Management von RAMMSTEIN auf die enthusiastische Band aus Norddeutschland aufmerksam. Es folgt eine erste Einladung nach Berlin, wo FEUERENGEL auf einer Veranstaltung für die Band RAMMSTEIN und ihre Gäste Songs von RAMMSTEIN spielen. Verrückt.
So verrückt wie die folgenden Jahre: immer mehr Auftritte, in Clubs, Hallen und auf großen Open Airs, in Deutschland, den Niederlanden, der Türkei, in Luxemburg und der Schweiz.
2005 spielen FEUERENGEL im Olympiastadion in Berlin. RAMMSTEIN bekommen diverse Auszeichnungen verliehen, wollen das ordentlich feiern und FEUERENGEL liefern dazu die Show. Wer sonst?
Inzwischen sind FEUERENGEL mit großer Crew unterwegs. Eigene Pyrotechniker liefern originalgetreue Effekte, berühmte RAMMSTEIN-Show-Elemente werden in akribischer Kleinarbeit nachgebaut, Sound, Lichtshow und Bühnenbild werden so gut es geht kopiert und die sechs Vollblutmusiker unterscheiden sich – einmal in Action – kaum vom Original.
Fernsehsender berichten über die Band, die lange Jahre die einzige ihrer Art ist und später als Vorlage für ähnliche Tributes dient. MTV, RTL, der NDR, das holländische Fernsehen und auch Pro7 klopfen an. 2016 finden sich FEUERENGEL bei „Mein bester Feind“ mit Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf in einem Fernsehstudio in Berlin wieder. Ein Kandidat steht auf einer brennenden Bühne (absichtlich) in Flammen und die Band plötzlich in einer äußerst bekannten Prime-Time-TV-Show.
Ein Lkw muss her, ein Lager, mehr Personal und irgendwann dann ein größerer Lkw und ein größeres Lager. Die Clubs werden zu Hallen, die Shows zu Spektakeln. FEUERENGEL ist ein fester Begriff, die Fangemeinde wächst und für die Musiker ist aus der kleinen Idee des Sängers ein Lebensinhalt geworden. Hunderte Shows später ist es schon lange viel mehr als nur ein Hobby.
Und auch nach knapp 30 Jahren geht es dabei immer noch um eins: FEUERENGEL wollen dem Original Tribut zollen. Und das auf dem höchstmöglichen Niveau. Es geht Abend für Abend darum, die Musik und die Show von RAMMSTEIN gemeinsam mit anderen Fans zu feiern. „Zum Verwechseln ähnlich“ ist das, was die Fans den Männern von FEUERENGEL nach der Show mitgeben. Ziel erreicht.